Richard Bergmair's Blog



#politics#computers#business2023q12022q42022q32022q12021q12020q32020q12019q42019q32019q22019q12018q32018q2


==> Rod Hilton wrote a blog post: Smart Assholes: A Probing Examination.

To me, the definition of an asshole is slightly different. An asshole is someone who acts out every social interaction on the principle of “dominate or be dominated”. It’s the lack of a middle ground that makes an asshole so that people can’t just go into an interaction being each other’s peers and also finish the interaction with being each other’s peers, having been friendly and respectful towards each other, preserved each other’s individual freedoms, and exchanged some information.

I agree that assholery tends to spread, and the mechanism in my observation is as follows: You can start out not being an asshole. When there is an asshole for you to deal with, you’ll realize, “All of my interactions with this person end up with this person dominating me.” But you don’t like being dominated because that’s natural (psychological reactance), and accepting domination would be bad for your career. So next time you interact with that person, you know you have to act on the principle of “dominate or be dominated”, i.e. the asshole principle. Soon enough, it becomes a habit, and you may inadvertently behave towards non-assholes as an asshole. It’s now, at the latest, that you have become an asshole yourself.

Another corollary: If you perceive a lot of assholes around you, maybe you are the asshole. It also explains why you find more assholes as you go up the corporate ladder: Being higher up means you can exhibit domineering towards your subordinates without repercussions.

#business   |   Jun-05 2019


==> Mark Christian meint: “You should have a personal website”. (Übersetzung: “Sie sollten eine persönliche Website haben”).

Es gehen in letzter Zeit viele Kommentare im Netz um, deren Grundgedanke im Prinzip lautet: “Wäre es nicht toll, wenn wir wieder so Web machen würden, als wäre es 1997?”

Aber aus dem Blickwinkel der Wirtschaftlichkeit gibt es einen großen Unterschied zwischen einer persönlichen Website im Jahr 2019 und einer persönlichen Website im Jahr 1997: Damals konntest du noch unmittelbar damit rechnen, auf Suchmaschinen den ersten Platz zu bekommen, wenn nach deinem Namen gesucht wurde. Auch was die Inhalte der Website betrifft, konntest du noch realistisch darauf hoffen, für einige Schlagworte einen guten Platz zu ergattern. Die Chancen für Letzteres stehen heute schlecht. Wenn du das Pech eines gängigen Namens hast oder ein “Namensdouble” mit einem starken Online-Fußabdruck, dann schafft es deine persönliche Website nicht einmal an die vorderen Plätze der Suchmaschinenreihung, wenn nach deinem vollständigen Namen gesucht wird.

Durch die wachsenden Nutzerzahlen im Netz sind mit der Zeit die Anreize immer größer geworden, Inhalte einzustellen, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Kommerzielle Interessen können mit Geld und Ressourcen nach diesem Problem werfen, online Aufmerksamkeit zu ergattern. Eine persönliche Website einer Einzelperson kann damit kaum mithalten.

Die Kosten-Nutzen-Rechnung hat sich also stark verändert, insbesondere im Hinblick auf die Frage, wie häufig man neue Inhalte einstellen muss. Ein Mangel an Aktivität auf einer Website wird durch Suchmaschinen nämlich hart abgestraft, auch wenn sich dort hauptsächlich Inhalte befinden, die mit der Zeit nicht wirklich an Aktualität und Relevanz verlieren. Gerade von solchen Inhalten bräuchte es eigentlich mehr, und weniger von den immer-gleichen Inhalten, die von den Contentmühlen regelmäßig wiedergekäut werden, damit sie nicht aus dem Netz fallen.

Wenn es also wieder einen Nutzen haben soll, persönliche Websites ins Netz zu stellen, dann müsste zunächst das Problem gelöst werden, solche Inhalte auffindbar zu machen. Ich denke, dazu müsste eine spezielle Suchmaschine her. Einen Beitrag dazu könnte man auch leisten, indem man die persönliche Website auf einen “fediverse” Technologiestack aufbaut, um sie als soziales Medium auch über soziale Mechanismen auffindbar zu machen. Und es braucht eine Kehrtwende weg vom derzeitigen Trend in der Gesetzgebung, den Betreibern von Websites immer mehr Lasten aufzubürden. Eine einzelne Privatperson kann diese kaum noch tragen.

Also ja, ich bin voll dafür: Ich hätte gerne das Web von 1997 zurück. Aber damit das Realität werden kann, sind erst noch viele Herausforderungen zu stemmen.

#computers   |   Apr-30 2019


==> Redditor u/butAblip Spent 50 hours on a take-home assignment only to be ghosted.

Been there, done that. I spent considerably more than 50 hours on it, too, not because I broke the rules but because they made it a point to specifically emphasize that I should take my time rather than submit something half-baked. – I will not be so naive in the future. Now I specifically ask how many other candidates for the same spot are in the stage of the take-home exercise. If it’s more than half a dozen, forget it, I’m not doing it.

It also depends on several further factors: Anything up to 48 hours I might do for free. For anything more, I would push pretty hard to get paid for my time to ensure they have skin in the game. Many reputable companies do this now.

#business   |   Apr-24 2019


==> Palko Karasz von der NY Times berichtet über Guy Shrubsole’s demnächst erscheinendes Buch und verkündet: “Half of England Is Owned by Less Than 1% of Its Population”. (Übersetzung: “Die Hälfte von England steht im Eigentum von weniger als 1 % der Bevölkerung”).

Diese 50%-Zahl bezieht sich auf die Fläche des Landes, nicht auf dessen Wert. Mich überrascht die Aussage kaum.

Man stelle sich ein Stück London vor, mit den Maßen 100x100m, darauf ein Hochhaus mit 80 Stockwerken, jedes davon eine luxuriöse Penthouse-Wohnung. Wenn du eine davon besitzt, wäre das ein Eigentum von 1,25 % einer Fläche, die einem Prozent eines Quadratkilometers entspricht, das wären dann also nach dieser Rechnung 125 m² von England. Und dann stelle man sich 125 m² Kuhweide vor. Ist das denn nun vergleichbar?

Der Großteil der Fläche ist landwirtschaftliche Fläche, und ein landwirtschaftlicher Betrieb benötigt auch viel davon, um wirtschaftlich zu sein. Also ist diese Statistik eher ein Artefakt seiner Konstruktion. Es handelt sich um ein müdes altes Klischee aus dem linken Eck und ist einfach nicht hilfreich, um die Verteilung von Wohlstand darzustellen.

#politics   |   Apr-20 2019


==> Muzayen Al-Youssef of der Standard reports that Government Seeks to Eliminate Internet Anonymity – With Severe Penalties.

The fact that they’re calling it “digitales Vermummungsverbot” already tells you everything you need to know: There is no real rationale here besides a political stunt of the right-wing government to curry favour with their base. The original “Vermummungsverbot” is a law prohibiting people from wearing a veil in public. The pretence here is that people hiding their identity are a threat. The political effect was that xenophobes liked the idea of a law opposed to Islam. The reality is that the law really has no effect. There are almost no people in Austria who would want to wear a veil in public in the first place, apart from maybe the odd female tourist visiting from Saudi Arabia. The idea now is that the same should apply to the digital sphere.

My guess would be that they know full well that it’s never going to pass into law and make it past Brussels. But to them, it’s a win-win. Either they get a law that appeases the right-wing populous. Or Brussels stops them, playing into their anti-European narrative.

#computers#politics   |   Apr-19 2019


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